Vita

Die in Berlin lebende Geigerin Lisa Werhahn verfolgt eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Neuen Musik und der Kammermusik. Sie ist Mitglied im KNM Quartett, einer Formation des Ensemble KNM Berlin, das sich auf die Aufführung zeitgenössischer Werke spezialisiert hat. Lisa Werhahn trat beim huddersfield contemporary music festival, den Berliner Festspielen/Maerz Musik, dem Chamber Music Festival in Taos (USA) und den Klangbrücken Festival in Hannover auf, Tourneen mit verschiedenen Ensembles führten sie ins europäische Ausland, Amerika, Brasilien, Japan, Korea und Indien. Konzertreisen führten sie in der Saison 2017/18 u.a. nach Buenos Aires für eine Co-produktion mit dem Teatro Colon und dem Ensemble KNM, nach Genf zum Archipel Music Festival und nach Odessa zum Festival "two days and two nights of new music".

Mit dem KNM Quartett entstanden für den WDR Einspielungen vom ersten Streichquartett von Marco Stroppa und vom Streichquartett von Christophe Bertrand.

Neben der kammermusikalischen Ttigkeit spielt Lisa Werhahn in verschiedenen Orchesterformationen. In der Saison 2011/12 war sie in der Sächsischen Staatskapelle Dresden engagiert und trat regelmäßig als zweite Konzertmeisterin mit dem Scottish Chamber Orchestra sowie als Gastmusikerin mit dem Kammerorchester Basel auf. Als Gründungsmitglied des schwedischen o/modernt kammarorchester unter der Leitung von Hugo Ticciati und konzertierte sie u.a. mit Evelyn Glennie, Nils Landgren und Anne Sofie von Otter, im Frühling 2018 erscheint die erste CD des Ensembles "White light".


Ihre musikalische Ausbildung erhielt bei Isabelle Faust an der UdK Berlin, weitere Studien führten sie nach Bern zu Benjamin Schmid und Weimar zu Freidemann Eichhorn. Lisa Werhahn war Stipendiatin der Alfred Töpfer Stiftung für Concerto 21. Als Initiatorin der „Experimentellen Musikvermittlung“ realisierte sie bereits viele öffentlich geförderte Projekte für Kinder und Jugendliche u.a. beim Musikfest Bern 2009 sowie an Berliner Schulen.

Ensembles

KNM Quartett

Das KNM Quartett wurde 2004 als Streichquartett des Ensembles KNM Berlin gegründet und hat sich sich ein einzigartiges Repertoire zeitgenösssicher Werke erarbeitet. Seit 2016 gehören ihm Theodor Flindell (Violine), Lisa Werhahn (Violine), Kirstin Maria Pientka (Viola) und Andreas Voss (Violoncello) an. Das Ensemble tritt auf internationalen Festivls wie der MärzMusik/Berliner Festspiele und dem Archipel Music Festival in der Schweiz auf.

ensemble partiels

Das ensemble partiels widmet sich der Aufführungen barocker und zeitgenössischer Musik. Der Name „partiels“ bezieht sich auf eines der zentralen Werke des französischen Komponisten Gerard Grisey.
Das ensemble partiels bietet in seiner Besetzung mit Snezana Nesics, Akkordeon und Lisa Werhahn, Violine, eine unerhörte Vielfalt von klanglichen Möglichkeiten. Das Repertoire des Ensemble reicht von der frühbarocker Musik bis hin zu zeitgenössischen Werken.

PELLEAS Ensemble

Virtuos und lebendig im Zusammenspiel, ausdrucksstark und gesanglich- so klingt das PELLEAS ENSEMBLE in seiner ungewöhnlichen Besetzung mit Oboe, Violine, Viola und Violoncello. Das Ensemble hat sich im Frühjahr 2012, als die MusikerInnen in der Sächsischen Staatskapelle Dresden gemeinsam musizierten zusammengefunden, um die anspruchsvolle Literatur für Oboenquartett zu ergründen. Neben den Klassikern, wie u.a. W. A. Mozarts bekanntem Quartett KV 370 bringen sie mit Vorliebe auch selten gespielte Werke klassischer und moderner Komponisten zum Klingen.

O/Modernt Kammarorkester

Das O/Modernt Kammerorkester hat sich in den vergangenen Jahren unter der Leitung des Geigers Hugo Ticciati zu einem festen Bestandteil des schwedischen Festivals O/Modernt entwickelt. Der Begriff O/Modernt bezieht sich auf das Grundkonzept des Festivals, die Vergangenheit neu zu erfinden als Erforschung der Beziehungen zwischen den Werken Komponisten aus vergangenen Jahrhunderten und den künstlerischen und intellektuellen Errungenschaften zeitgenössischer Kultur.